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Gesundheitsgefahren durch Asbest



In unregelmässigen Abständen taucht das Thema Asbest immer wieder in den Medien auf. Je nachdem wird seriös oder nicht seriös über die Gefahren von Asbest informiert und die Konsumenten mehr oder weniger verunsichert. Ein respektvoller Umgang mit Asbest und Asbestvorkommen ist sicher angebracht und auch notwendig. Jedoch gibt es keinen Anlass, in Panik zu fallen.

Korrekt ist, dass Asbest als Gefahrstoff eingestuft wurde, da er krebserzeugend wirken kann. Allerdings ist Asbest nicht aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung für Menschen gefährlich, sondern wegen seiner faserförmigen Beschaffenheit.

AsbestfaserAsbest spleißt sich bei mechanischer Belastung zu immer feineren, mit bloßem Auge nicht mehr sichtbaren und nur wenigen tausendstel Millimeter großen Fasern auf. Diese gelangen über die Atemwege in die Lunge. Durch ihre Faserstruktur verhaken sie sich im Gewebe und führen zu Zellschäden. Diese Fasern sind durch ihre Resistenz für den menschlichen Körper nicht mehr abbaubar und führen zu Zellschäden. Als Folge können Lungen- und Atemwegserkrankungen auftreten, wie z.B.:

• Asbestose (Bindegewebe- oder Narbenbildung in der Lunge)
• Lungen- oder Kehlkopfkrebs
• Mesotheliom (Tumor des Rippen- und des Bauchfells)

Eine gesundheitliche Gefährdung von Asbest tritt nach heutigem Wissensstand lediglich durch Einatmen der in der Luft schwebenden Fasern über die Atemwege auf. Es wurde festgestellt, dass Rauchen in Verbindung mit Asbestexposition das Erkrankungsrisiko um ein Vielfaches erhöht. Asbeststäube sind insofern besonders heimtückisch, da die Latenzzeit (Zeitraum vom Einatmen bis zur Erkrankung) bis zum Krankheitsausbruch Jahrzehnte betragen kann.


 
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