Asbest ist eine Sammelbezeichnung von faserigen, natürlich vorkommenden Mineralien, die in der Erdkruste zum Teil an der Oberfläche vorhanden, jedoch meistens in Gesteinsmaterial eingeschlossen sind. Die Bezeichnung Asbest kommt aus dem Griechischen:
asbestos = unvergänglich, unauslöschlich
In der Schweiz wurden vorwiegend 3 Hauptgruppen von Asbest verarbeitet:
• Chrysotil (Weissasbest)
• Amosit (Braunasbest)
• Krokydolith (Blauasbest)
Die Hauptabbaugebiete des Werkstoffes Asbest befinden sich vor allem in Rußland, Südafrika, Australien und Kanada. Es gibt auch in der Schweiz Asbestvorkommen, die heute jedoch nicht mehr abgebaut und genutzt werden.
Es gibt nach wie vor Länder, z.B. Südafrika, wo heute noch Asbest abgebaut und verwendet wird. Oft müssen die Arbeiter unter widrigsten Umständen und ohne Schutz ihre Aufgaben erfüllen.
Chemisch gehören Asbeste in die Gruppe der Silikate. Das Besondere des Asbests liegt in seiner beständigen, faserigen Struktur.
Asbest hat u.a. folgende Eigenschaften:
• Wärme und Hitzeverträglichkeit, Hitzebeständig bis 1000ºC
• resistent gegenüber vielen aggressiven Chemikalien
• hohe elektrische und thermische Isolierfähigkeit
• hohe Elastizität und Zugfestigkeit (fester als Stahldrähte gleichen Querschnittes)
• lässt sich gut in verschiedene Bindemittel einarbeiten.
• Beständigkeit gegen Fäulnis
• Unbrennbarkeit
Dank seiner einzigartigen Eigenschaften wurde Asbest in Industrie und Technik vielfältig eingesetzt. Schaut man sich einmal die Materialeigenschaften der wichtigsten Asbestarten an, so wird deutlich, warum Asbest so vielfältig zum Einsatz kam. Durch seine positiven Eigenschaften, wie Nichtbrennbarkeit, thermische und elektrische Isolationswirkung und chemische Beständigkeit, begann mit Beginn der Industrialisierung Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Nutzung in größerem Umfang und der Asbest fand vielseitige Anwendung. Unter Zugabe von Asbest war man in der Lage, die Werkstoffeigenschaften eines Produktes erheblich zu verbessern.