PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
Wo immer der Mensch organisches Material verbrennt, sei es beim Rauchen, beim Autofahren oder sogar beim Grillieren, können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Aber auch bei der Erdölfraktionierung fallen PAK als unerwünschte Nebenprodukte an und gelangen schliesslich in die Umwelt.
PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material (z.B. Teer, Kohle, Heizöl, Treibstoff, Holz, Tabak, Grillieren). Sie sind an Russpartikel gebunden und geraten mit ihnen in die Umgebungsluft. Der weitaus grösste Anteil der PAK in der Luft stammt aus diesen Verbrennungsprozessen. Russe werden aber auch Gummierzeugnissen beigemischt, um die Elastizität oder Dämpfungseigenschaften zu verbessern. Auf diese Weise gelangen PAK zum Beispiel auch in Gummigriffe von Werkzeugen oder in Kabelummantelungen.
Auch in Nahrungsmitteln können sich beträchtliche Mengen an PAK aus Verbrennungsprozessen anreichern, beispielsweise beim Verarbeiten von Getreideprodukten und Pflanzenölen, beim Räuchern von Fleischwaren und Fisch oder in Grillgut, das über der offenen Flamme gegrillt wurde. Einige PAK (ca. 16 von über 100) sind krebserregend. Die Reduktion der PAK auf ein technisch unvermeidliches Minimum wird durch verschiedene Gesetze vorgeschrieben. Die unumgängliche Restbelastung stellt für den Menschen keine Gesundheitsgefahr dar.
Verwendung

Jahrzehntelang wurden zur Abdichtung von Dächern Dachbahnen eingebaut, die mit einer Teerbeschichtung versehen waren und bei Dachsanierungen wurden nachträglich Teeranstriche aufgebracht. Teergebundene Korkdämmungen wurden im Dachbereich oder zur Wärmedämmung von Kühlräumen verwendet. Auch wenn Styropor seit ca. 35 Jahren als Wärmedämmmaterial eingesetzt wird, können heute bei Sanierungen auch unter einer Styropordämmung noch Korkmaterialien vorgefunden werden.

